Gemeinschaftsausstellung Pérenchies
Künstler beleben Städtepartnerschaft
Eine Geminschaftsausstellung des Kulturforum Overath mit Künstlern aus Pérenchies
(ejr) In 2004 wurde das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Overath und der Gemeinde Pérenchies in Frankreich gefeiert. Viele Vereine beleben diese Partnerschaft seit Jahren durch gegenseitigen Austausch. Nun haben auch die Künstler zueinander gefunden. Nachdem das Kulturforum Overath im letzten Jahr in Frankreich zu Gast war, besuchte nun die Künstlergruppe aus Pérenchies die Aggerstadt. Gefeiert wurde dieses Wiedersehen mit einer abwechslungsreichen Gemeinschaftsausstellung im Bürgerhaus und einer angenehmen Vernissage am letzten Freitag.
Veronika Bahne-Classen, die Vorsitzende des Kulturforums, begrüßte die Gäste herzlich und dankte ihnen für Ihr Kommen. Als Gastgeschenk erhielt sie ein großformatiges Bild aus den Händen von Luc Renou, dem Präsidenten der Künstlergruppe aus Pérenchies.
Der Bürgermeister der Stadt Overath schloss sich der Begrüßung an und dankte allen Beteiligten für die Anstrengungen, die diese mittlerweile zweite Gemeinschaftsausstellung bedeutete. „Unsere Städtepartnerschaft lebt“, sagte er. Das einzige Handicap stelle die Sprache dar, „doch Kunst ist sehr gut geeignet, dieses Handicap zu überwinden. Kunst ist etwas für die Seele, für’s Herz“, so der Bürgermeister.
Im Rahmen der Vernissage zeigte die Künstlerin Marina Linares eine Literaturperformance mit dem Titel „Hommage à surrealisme“, inspiriert durch ein surrealistisches Gedicht von Tristan Tzara. Dabei ließ sie sich zu einem eigenen Text inspirieren, nahm Gedanken und Stimmungen auf und entwickelte sie lyrisch. Die beiden Musiker Peter Wittenhorst und Guido Meissner unterstützten sie mit Schlagzeug, Didgeridoo und Yidaki. So wurde aus der Sprache ein Gedicht mit Musik und lebendigen Bildern.
Die Ausstellung der Künstler aus den beiden Ländern bewies eine außerordentliche Vielfalt. Die Unterschiede zwischen Gegenständlich und Abstrakt wurden dabei besonders deutlich, doch beide Richtungen standen gleichberechtigt nebeneinander und luden zu einem Dialog der Stile ein.
An der Ausstellung beteiligten sich Alice D’Hondt, Jeanine Dassonneville, Francois de Pienne, Ingrid Döpper, Jürgen Horn, Manuele Klein, Gladys Kowalski, Nicole Lambert-Brochot, Michele Maria Landezki, Michel Lanoote, Francis Leserre, Helga Mols, Ferdinand Müller-Müllemich, Werner Pütz, Luc Renou, Jean Pierre Ryckelynck, Noel Savoye, Siegfried Schinschek, Lothar Stedtler, Marita Thomas, Léon Varlet, Marcel Vandemoortele und Albert Vial.
Wie gesagt, „unsere Städtepartnerschaft lebt“. Diese Ausstellung hat dies auf eindrucksvolle Weise unterstrichen.
