Kulturbahnhof Overath

Ein stilvoller Hintergrund für Kunst und Kultur

 

Das Kulturforum Overath zieht eine erste Bilanz zum neuen Kulturbahnhof

 

 

(ejr) Die Eröffnung des neuen kulturellen Mittelpunktes der Stadt Overath liegt schon einige Zeit zurück. Auch das Kulturforum Overath konnte bereits erste Erfahrungen mit dem Kulturbahnhof machen. Es ist also an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. So haben sich Mitglieder des Vorstandes auf Basis der ersten Erfahrungen Gedanken über die Möglichkeiten der kulturellen Arbeit im Bahnhof gemacht:

„Es ist uns klar, dass der Kulturbahnhof kein Museum oder Galerie ist, sondern ein Multifunktionsraum“, sagt Veronika Bahne-Classen, die Vorsitzende des Kulturforums. „Durch die neue Abhängung der Fenster und der Bruchsteinwände im großen Saal ist aber auch für bildende Kunst eine gute Präsentationsmöglichkeit entstanden“, ergänzt sie und unterstreicht, dass das Ambiente so einen stilvollen Hintergrund für Kunst und damit sicher auch einen Anreiz für überregional bekannte Künstler bietet, sich in diesen Räumen zu präsentieren. „Die große Resonanz und der Besucherzustrom zur ersten Ausstellung „Abgefahren“ haben das Interesse der Overather Bürgerschaft an ihrem neuen kulturellen Mittelpunkt dokumentiert.“

Doch auch für Konzerte hält Veronika Bahne-Classen die neuen Räume für geeignet: „Im Vergleich zur eher nüchternen Atmosphäre in der Aula des PKG oder dem Bürgerhaus, bieten die Räumlichkeiten eine fast anheimelnde Atmosphäre für Veranstaltungen mittlerer Größe“. Auch der Klang im Bahnhof erfüllt die Ansprüche: „Entgegen der ursprünglichen Befürchtungen, werden Konzerte nicht durch den Lärm des Bahnbetriebs beeinträchtigt, die ersten Versuche laden ein zu mehr“, so die Vorsitzende.

 

Bedeutend für die Eröffnung des Bahnhofs war auch das Konzert der Klazz Brothers. „Hat man so etwas je in Overath bei einem Konzert erlebt?“ fragt Horst Friedrich, für die Pressearbeit zuständiges Vorstandsmitglied im Kulturforum. „Es fing zurückhaltend an: Nacheinander betraten Schlagzeuger, Bassist und Pianist die Bühne und führten sich musikalisch durch virtuose Soli ein, die in ein fulminantes Zusammenspiel im Jazz-Rhythmus mündeten, in die sich die Cuba Percussion einfügte. Aus klassischen musikalischen Motiven, die - von den Zuschauern erkannt - ein Aha-Erlebnis auslösten, entwickelten sich - besonders durch Percussion - eigenständige Werke“, fasst er das Konzert zusammen. Marianne Bruns, im Kulturforumsvorstand zuständig für den Arbeitkreis Theater/Musik und Hauptverantwortlich für das Konzert, unterstrich das optische Element der Musiker, die im weißen Frack die Bühne betraten: „Es ergab sich ein schönes Bild der Musiker, die schließlich das Publikum sogar zum Tanzen aufforderten.“ „Das Konzert der Klazz Brothers war ein musikalisches Highlight in Overath und endete verdient mit stehenden Ovationen der Besucher“, berichtet die Vorsitzende Bahne-Classen. Und Horst Friedrich ergänzt: „Das Publikum blieb stehen, als die Zugabe - passend zum Fußballfieber - die deutsche Nationalhymne aufgriff - pardon - das Kaiserquartett von Haydn natürlich.“ Die ohnehin hohe Raumtemperatur überschritt am Schluss einen gewissen “Siedepunkt”, als das Publikum aller Altersgruppen (ca. 350 Besucher) auch noch in rhythmische Körperbewegungen geriet. „Hat man so etwas je in Overath bei einem Konzert erlebt?“ fragt er noch einmal. Veronika Bahne-Classen fasst die Eindrücke zusammen: „Der Einsatz und die Aufregungen der ehrenamtlichen Veranstalter hat sich gelohnt. Wir werden uns bemühen mit den Veranstaltungen des Kulturforum in 2009 an diese Erfolge anzuknüpfen.“